Anzeichen von Thrombose rechtzeitig erkennen

Der Begriff der Thrombose beschreibt den Verschluss einer Beinvene durch geronnenes Blut, man spricht von einem Thrombus, also einem Blutpfropf oder BLutgerinsel. In der Folge kann das Blut nicht mehr richtig zirkulieren, was starke Schmerzen verursacht und unbehandelt zu ernsten Komplikationen führen und in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich werden kann. Wenngleich in vielen Fällen sehr typische Symptome wie starke einseitige Schmerzen im Bein, Verfärbungen der Haut oder eine starke einseitige Erwärmung des Beines auftreten, bleiben manche Thrombosen auch lange unerkannt, da die Thrombose Anzeichen nicht richtig zu geordnet werden. Wir widmen uns der Frage „Was ist Thrombose?“ und erklären, wie es zu einer Thrombose kommt, wer besonders gefährdet ist, welche Thrombose Symptome Sie kennen sollten und wie Sie sich bei Verdacht auf Thrombose richtig verhalten.

Was ist Thrombose und woher kommt sie?

In einem intakten Blutkreislauf bleibt unser Blut naturgemäß flüssig und zirkuliert ungestört. Aufgrund einer Vielzahl von Gründen kann dieser natürliche Blutfluss aber gehemmt werden, wodurch das Blut sich verdickt, was schließlich zur Entstehung eines Blutgerinsels, des so genannten Thrombus, führt. Spricht man von einer Thrombose, meint man in aller Regel eine Beinvenenthrombose. Bein und Beinvenen sind von der Bildung eines Thrombus am ehesten betroffen.

Grob lassen sich die Ursachen bzw. Risikofaktoren für Thrombose in 3 Gruppen einteilen:

  1. Der Blutfluss ist gestört. Wenn Blutgefäßwände geschädigt oder durch Ablagerungen verengt sind, kann das Blut schlechter fließen. Auch von außen kann einer solche Einengung hervorgerufen werden, z.B. durch Vernarbungen oder Tumore.
  2. Der Blutfluss ist verlangsamt. Der häufigste Grund für verlangsamten Blutfluss sind erweiterter Venen, also Krampfadern. Ebenfalls sehr häufig zu beobachten ist dieses Problem, wenn die so genannte Muskelpumpe, also die betroffene Beinmuskulatur, geschwächt oder geschädigt ist, ebenso nach langer Unbeweglichkeit sowie bei Flüssigkeitsmangel. All diese Faktoren begünstigen eine Verdickung des Blutes.
  3. Das Blut neigt schneller zur Gerinnung. Auch eine gestörte Blutgerinnung kann viele Gründe haben, in den meisten Fällen ist diese genetisch oder durch Autoimmun- oder Krebserkrankungen bedingt.

Thrombose – wer ist am häufigsten betroffen?

Es gibt eine Reihe von Risikogruppen, die statistisch ein deutlich erhöhtes Risiko haben, eine Thrombose zu bekommen und daher besonders auf Thrombose Symptome achten sollten. Zu den besonders gefährdeten Patienten zählen:

  • Menschen über 50: Ab einem gewissen Alter steigt das Risiko einer Thrombose automatisch an
  • Frisch operierte: Da jede Verletzung im Körper Blutgerinnungsprozesse in Gang setzt, erhöht auch jede OP das Thromboserisiko. Dies ist heute allerdings hinlänglich bekannt und wird bei der Nachsorge beachtet.
  • Schwangere: Hormonelle Veränderungen im Zusammenspiel mit dem im Zuge der Schwangerschaft zunehmenden Druck auf die Venen erhöhen in einer Schwangerschaft nicht nur das Risiko für Krampfadern, sondern zugleich auch das einer Thrombose.
  • Bettlägerige oder zeitweilig sehr unbewegliche Menschen: Bewegungsmangel begünstigt die Entstehung eines Thrombus stark. Wer also, z. B. aufgrund einer akuten Verletzung (der Klassiker: das gebrochene Bein) oder auch dauerhaft in seiner Mobilität eingeschränkt ist, sollte in Absprache mit Arzt oder Ärztin genau auf mögliche Thrombose Symptome achten oder ggf. präventive Maßnahmen ergreifen.
  • Übergewichtige und Raucher: Auch Übergewicht und Rauchen wirken sich nachgewiesener Maßen sehr negativ auf das Thrombose-Risiko aus.

Thrombose vorbeugen – das können Sie tun

Wenngleich sich viele Risikofaktoren nicht beeinflussen lassen, können Sie Ihr persönliches Thrombose-Risiko durch einfache Verhaltensanpassung deutlich positiv beeinflussen. Zu den vielversprechendsten zählen:

  • Bleiben Sie in Bewegung: Ausdauersportarten wie Radfahren, Walken oder Schwimmen sind optimal, um Ihre Muskulatur bzw. die für den Blutfluss mitverantwortliche Muskelpumpe in Schwung zu bringen und zu kräftigen.

  • Vermeiden Sie langes, starres sitzen oder stehen: Auch dies ist zwar leichter gesagt als getan, aber gewöhnen Sie sich bei längerem Sitzen oder Stehen doch an, die Beine und Füße zwischendurch etwas zu bewegen. Oft findet sich auch eine Möglichkeit, die starre Haltung kurz aufzubrechen und eine kleine Runde zu laufen.
  • Trinken Sie viel: Auch beim Thema Thrombose gilt: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig! Trinken Sie mindestens 1.5 Liter am Tag, an heißen Tagen entsprechend mehr!
  • Lassen Sie Ihre Beine ,atmen‘: Einschnürende Socken oder stundenlang übereinandergeschlagene Beine sind in puncto Thrombose keine gute Idee. Vermeiden Sie jegliches punktuelles Einengen der Venen, fördern Sie damit automatisch einen natürlichen, gesunden Venenfluss.
  • Kompressions- oder Stützstrümpfe tragen: Hat Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Kompressionsstrümpfe empfohlen, nehmen Sie dies ernst und tragen Sie sie bitte konsequent. Als vorbeugende Maßnahmen bekommen Sie in der Apotheke Stützstrümpfe, die Sie immer tragen können, wenn sich langes Stehen nicht vermeiden lässt oder eine längere Auto-, Bus- oder Flugreise ansteht.
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